Auf La Palma „hängengeblieben“

Nachdem wir noch einen Tag in der Marina anhängen geht es am Montag mit dem Bus eineinhalb Stunden quer über die Insel nach Santa Cruz. Kaum haben wir die andere Seite erreicht ist auch die Sonne weg. Der Hafen in Santa Cruz ist mehr als leer und alles schaut sehr trostlos aus. Die Stadt selber ist jedoch ganz entzückend mit den bunten Hausfassaden und in einem Cafe, wo wir in einem tollen Innenhof Platz nehmen, trinke ich die beste Chai-Latte ever. Im Nachhinein betrachtet,  sind wir äußerst glücklich, uns bei der Überfahrt für den Westen entschieden zu haben.

Im Jahr 1508 gründete der Franziskanerorden das Kloster „Real Convento Santa Cruz de la Palma“ und legte die Plaza als ebene Fläche an.

Die Holzbalkone der Hausfassaden an der Avenida Maritima sind wohl so etwas wie ein Wahrzeichen der Haupstadt Santa Cruz de la Palma.

Dienstag lösen wir die Leinen, möchten uns vor dem Nachhauseflug noch La Gomera ansehen. Die Abfahrt gestaltet sich sehr ruhig, wir sehen „Atlantic Bottlenose dolphins“. Diese wunderschönen Lebewesen können eine Länge von 1,9-3,9 Meter und ein Gewicht bis zu 650 kg erreichen. Sie haben einen größeres Gehirn als Menschen. Doch kaum haben wir das Ende von der Insel erreicht, kommt der Wind hart mit 40 Knoten. Und da wir nicht wissen wie lange das so geht, drehen wir um und legen uns in die Bucht vor Tazacorte.

Endlich wieder mal schwimmen, waren das letzte Mal in Marbella im Wasser, welch herrliches Vergnügen, zumal der Atlantik  25° Grad Wassertemperatur aufweist. Jetzt kann Markus auch endlich mal die Tauchausrüstung testen und die Bananen, welche wir auf Madeira grün gekauft haben, sind jetzt auch zum Verzehr freigegeben und ich kann euch sagen, sie schmecken phänomenal.

Bei einem Landgang lernen wir Stefanie und Matthias kennen. Mit ihrer SY Shuenga sind sie am Freitag, nach der Überfahrt von den Azoren in der Marina Tazacorte angekommen. Wir verbringen einen kurzweiligen, lustigen Abend zu viert bei Aperol Sprizz und einigen Bierchen im neuen Marina Restaurant.

Die Suche nach einem geeigneten Liegeplatz vor der großen Überfahrt gestaltet sich äußerst schwierig. Viele Marinas finden es nicht einmal der Mühe wert auf eine Anfrage zu antworten. Probiert man es dann mit einem Anruf und spricht nicht spanisch, wird man sofort aus der Leitung befördert. Haben zumindest für die eine Woche einen Platz in der Marina del Sur, im Süden Teneriffas, reserviert.

Am Samstag legen wir uns nochmals für zwei Tage in die Marina Tazacorte. Dort liegen wir wieder am selben Platz und freuen uns auf ein Wiedersehen mit Tom auf seiner „Que-mas“ und Torsten mit seiner Elke auf „Milonga“. Am Abend sitzen wir zu fünft vereint bei einem Glas Sundowner auf Toms Katamaran und tauschen Seefahrergeschichten aus.

Am Montag müssen wir dann wirklich weiterziehen, unsere Flüge am 05.09. sind bereits gebucht. Wir freuen uns schon riesig auf ein Wiedersehen mit der Familie und Freunden.


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