Nach dem Verlassen von Puerto del Mogan, am Mittwoch den 18.09., gehen wir fünf Seemeilen südöstlich, lassen den Anker in Anif del Mar fallen und verbringen endlich einmal eine Nacht in einer Ankerbucht ohne Schwell – herrlich!



Am darauffolgenden Vormittag geht’s eine Meile weiter nach Arguineguin, wo wir uns eine Prepaid fürs Internet besorgen, danach aber wieder zurück nach Anif del Mar motoren.
Am Freitag geht es weiter südöstlich, unser derzeitiges Etappenziel von fünf Meilen behalten wir bei und ankern vorm Strand Pasito Blanco östlich von Maspalomas. Am Nachmittag fahren wir mit dem Dinghi an Land und erkunden die Umgebung. Es ist alles sehr touristisch hier, viele Hotels und Einkaufszentren. Am Rückweg lassen wir Footloose an Backbord liegen und steuern in den Hafen auf einen Sundowner.




Wir stellen uns den Wecker, lichten den Anker am nächsten Tag kurz vor Sonnenaufgang um 07:40 und halten 75°ENE Kurs auf Fuerteventura. Es liegen ca. 70 Seemeilen vor uns.
Heute ist wieder mal Zeit zum Angeln, der Köder wird ausgeworfen und eine Stunde später hängt auch schon ein richtig schöner Bonita am Haken. Dieser wird dann fachmännisch zerteilt und in die Kühlung verfrachtet.




Den Motor können wir dann um 12:40 abstellen, bis dahin dient uns Genua und Großsegel klein als Stabilisation, da der Wind genau von vorne kommt. Danach segeln wir mit vollem Zeug und Wind aus NE im Schnitt fünf Knoten in den Sonnenuntergang und sind fasziniert von den Farben der Landschaft. Es ist schon dunkel als wir vor dem Hafen Morro Jable um 21:30 und 75 Seemeilen, den Anker ins Schwarze etwas fallen lassen.



Am darauffolgenden Morgen sind wir ganz alleine in der Bucht. Da wir jedoch mit unseren Freunden, Brigitte und Erich, ein Treffen vereinbart haben, lichten wir abermals den Anker, um am Nachmittag im Hafen von Gran Tarajal anzulegen. Nach dem Anmelden im Hafenbüro wechseln wir den Platz, hier liegen wir jetzt deutlich ruhiger und können das Schiff getrost auch ein paar Tage alleine liegen lassen. Am Abend wird dann endlich, in Giniginamar bei Thunfisch in Sesamkruste und ein paar Achterl Rosato, Wiedersehen gefeiert.




Die darauffolgenden Tage wollen wir mit und bei Ihnen verbringen. Seit dem letzten Wäsche waschen ist auch einige Zeit verstrichen und so nehmen wir das Angebot von Erich gerne in Anspruch.




Am Montag ist ein Relaxtag angesagt. Wir besuchen zu Mittag mit Erich das Fischrestaurant am Hafen, während Brigitte, Freunde zum Flughafen bringt. Am Abend sitzen wir dann wieder in vertrauter Runde und tauschen Segler – Geschichten aus ;-), dabei planen wir auch die nächsten Tage.





Am Dienstag geht es, nach einem ausgiebigen Frühstück und einem Bad im Atlantik (der Strand ist nur ein paar Minuten zu Fuß entfernt) entlang der Küste von Giniginamar nach Tarajalejo. Wir queren etliche Barrancos (Schluchten) und meistern auch so manche schwindelerregende Passage.





Nach einer Stärkung geht es wieder zurück nach Giniginamar, auch „Zungenbrecherdorf“ genannt, wo wir uns erhitzt und nackt abermals im Atlantik abkühlen.



Am Mittwoch wandern wir zur Wallfahrtskapelle der Jungfrau de la Pena, diese versteckt sich unterhalb einer Staumauer in einer spektakulären Felsenschlucht. Am Weg dorthin kreuzen wir auch eine interessante Stätte, dem Drehort vom Film: „Exodus – Götter und Könige 2014“. Derzeit wird dort an einem und für ein neues Filmprojekt gebaut.




Im Casa de la Naturaleza in Vega de Rio Palmas stärken wir uns um dann wieder zurück durch das Palmental und die enge Felsenschlucht zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Die Dattelpalmen entlang des Barranco de las Penitas nehmen sich inmitten der schroffen und teils nackten Berge des Zentralmassivs wie eine Oase aus.








Am Abend landet dann der Bonito zusammen mit pimientos de Padron, patatas und Salat auf dem Teller. Dazu ein Gläschen Rosato…..Herz was willst du mehr? :-






Von Donnerstag bis Samstag leihen wir uns ein Auto, erkunden Caleta de Fuste, Antigua, Ajui, Bahia Calma, La Lajita und Tarajeljo.




Wo wir auch den Segelmacher aufsuchen, um uns das Leichtwindsegel, nähen zu lassen, welches bei der Fahrt nach Gran Tarajal eingerissen ist.




Freitag morgen bezahlen wir unsere Liegegebühr für sieben Nächte (€ 90,-) und machen uns mit dem Leihauto auf den Weg nach La Oliva….







…..und Corralejo im Norden. Wir setzen uns in eine Strandbar und schauen rüber nach Lanzarotte und auf die kleine Isla de Lobos.




Bei einer Fahrt in den Sonnenuntergang, haben wir die Insel nun entgültig in unser Herz geschlossen.


…und weil Segeln auch Arbeit bedeutet, wird am Samstag dann der fällige Öl- und Filterwechsel am Motor durchgeführt, Brot gebacken und wieder mal an Bord gekocht.


