Das Warten hat sich gelohnt

Nach einer Woche in Trapani, wollen wir endlich los. Am Freitag ist es soweit, der Wind scheint gut vorhergesagt, wir starten bei Sonnenaufgang die Maschinen und verlassen unseren liebgewonnenen, sicheren Ankerplatz in Trapani. Noch ein paar Eindrücke zum Abschied aus dieser sizilianischen Hafenstadt.

Aufgrund unseres langen Aufenthaltes hier, durften wir auch dem Fest des heiligen Albert von Trapani beiwohnen, welcher am 7. August jeden Jahres groß gefeiert wird.

Der heilige Albert von Trapani wurde im 13. Jahrhundert in Trapani geboren, trat in den Karmeliterorden ein und wurde später Provinzial der Ordensprovinz Sizilien. Durch seine Predigten wirkte er weit ins Volk hinein, das ihm sogar die Gabe der Wunder zuschrieb. So gibt es bis in unsere Zeit den Brauch der Weihe des Albertuswassers. Weithin bekannt als Mann des Gebetes und der Einheit starb er um 1307 in Messina.

Die Überfahrt nach Sardinien gestaltet sich so wie vorhergesagt, nach 1,5 Stunden können wir den Motor abstellen, bei 4 Bft im halben Wind machen wir zwischen 6 – 8 Knoten Fahrt.

Am späten Abend vor Sonnenuntergang um 20:19 lässt der Wind nach und wir geben das 1. Reff aus dem Großsegel, eine Stunde später schläft er ein. Wir müssen die Motoren starten, wobei, das hätten wir, aufgrund unseres Batterieproblems, ohnehin gemacht.

In der Früh können wir nochmals die Genua setzen und die Motoren rasten lassen, um 10:30 setzen wir unseren Bruce in türkisfarbenes Wasser in der Spiaggia di Campulongu in Villasimius.

Am Abend sind wir zu müde um an Land zu fahren, wir köpfen eine Flasche Prosecco und stoßen auf das Leben an. Vom Fleischer aus Trapani haben wir nnoch Salsicia im Kühlfach, diese kommen mit Erdäpfelscheiben, Oregano und Knoblauch auf den Grill. Vor dem Schlafengehen checken wir nochmals die Batterien – sie leuchten rot auf :-(! Es ist echt mühsam, wir sparen Strom wo es nur geht, die Batterien sind wirklich am Ende.

Die neuen Lifepo sind zwar schon bestellt aber gerade auf dem Weg nach Carlaforte und werden vorraussichtlich nächste Woche ankommen. Es bleibt uns nichts anderes übrig als in der ruhigen Bucht vor dem Schlafengehen, die Motoren für mindestens eine Stunde laufen zu lassen. Das, was wir immer verteufelt haben, machen wir jetzt selber. Ankerlicht haben wir seit einigen Wochen nicht mehr an, stattdessen leuchten Solarlichter in die Nacht. Am Tag wenn die Sonne vom Himmel strahlt haben wir keine Probleme, da die neuen Solarpanele genügend Strom erzeugen.

Am Sonntag kaufen wir in Villasimius Eis für den Kühlschrank, damit wir ihn in der Nacht stilllegen können. Außerdem gönnen wir uns, da ja Sonntag ist, ein Tunatartar und Seafoodsalat vom Feinsten und dazu kühles Ichnusa.

Morgen werden wir ein Stück ostwärts gehen, wollen wegen eines Landliegeplatzes für 2026/27 in Santa Maria di Navarese (Baunei) bei Sandra anfragen, da wir nächsten Sommer auf jeden Fall in Sardinien bleiben möchten, zumindest haben wir das vor ;-)!

Am Ende gilt nur, was wir getan und gelebt, und nicht, was wir ersehnt haben.“

Arthur Schnitzler


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