Strom, Strom nur du allein ……

Eigentlich wollten wir uns ein paar Tage im Osten Sardiniens aufhalten, doch nach dem Motto: „Es kommt immer anders als man denkt.“ – ändern wir unsere Route, die Batterien und das Zubehör sind in Zustellung und werden etwas früher in Carloforte angeliefert. Die 85 Seemeilen aufgeteilt, werden wir in zwei Tagen in Carloforte ankommen.

In Navily lesen wir über eine gute Pizzeria an Land, mit typisch authentischen flachen knusprigen Pizzaböden. Das können und wollen wir uns nicht entgehen lassen. Der Anker hält gut in Sand, Wind ist eingeschlafen und so geht es mit dem Dingi an Land. Am Strand wachsen selten schöne Blumen, direkt aus dem Sand. Überhaupt ist diese Bucht, Capo Ferrato South, ein Traum.

Am Dienstag wird das Cap Ferrato umrundet, von weitem hört man Donnerrollen, der Himmel verfärbt sich dunkel und es blitzt. Die Zugbahn des Gewitters wechselt ständig, auf den diversen Wetterapps gut sehen, haben aber Glück, es zieht ins Landesinnere.

Noch ein Zwischenstop vor Carloforte – Spaggia Riva del Pini, ist diese Bucht im Süden Sardiniens, westlich von Cagliari gelegen. Nach 43 Seemeilen kommen wir am Abend an, nachdem wir uns gestern eine Pizza gegönnt haben, ist Bordküche angesagt. Die Gnocchi gefüllt mit Gorgonzola und Käsesauce, kein Diätessen, schmeckt aber hervorragend. Da machen die Mandelkekse zum Espresso danach, „das Kraut auch nicht mehr fett“.

Bevor wir im Sonnenaufgang den Anker lichten, wird noch die sardische Fahne gehisst. Es liegen 40 Seemeilen und eine Menge Arbeit vor uns, daher möchten wir nicht zu spät in Carloforte ankommen.

Um 14:30 legen wir uns an den Schwimmsteg. Doch bevor wir die Pakete abholen, wird Amorosa vom Salz der letzten vier Wochen befreit, mit der neu erworbenen Bürste geschrubbt und die Relingstangen von Rostflecken befreit.

Es ist wie Weihnachten, nur zu heiß ;-). Gott sei Dank, alles angekommen, der Käptain verschwindet im Motorraum und beginnt mit dem Einbau der neuen Lifepo Batterien. Wegen Ferragosto ist der Hafen für das lange Wochenende ausgebucht und so dauern die Arbeiten bis in die Nacht an.

Der Skipper montiert noch eine Solarpanele zusätzlich, während ich unseren Kühlschrank für die kommenden Tage auffülle und eine Waschmaschine in der Marina volllade. Die frischgewaschene Wäsche wird der Wind wohl in der nächsten Bucht trocknen.

Da in den nächsten Tagen ein Cyrix-Li-ct (Intelligent Li-ion Battery Combiner) geliefert wird, bleiben wir nahe Carloforte, fahren wir nicht weit in die nächste schöne Bucht. Beim zweiten Versuch hält der Anker gut in Sand, am Abend geben wir nochmals 10 Meter Kette, so haben wir die fünfache Wassertiefe an Kettenlänge draußen.

Die Batterien funktionieren gut, wir können auch wieder das Ankerlicht anmachen, den Kühlschrank durchlaufen lassen und ohne Sorgen an Land fahren. Die Pizzeria ist ausgebucht, wir reservieren für den Feiertag und kochen an Bord – ist ja genug da. Auf den Tisch kommen „Spaghetti alla Bottarga“. Danke liebe Stefanie für den Tipp 🙂 es hat ausgezeichnet geschmeckt.

Ricetta Spaghetti alla bottarga – Cucchiaio d’Argento


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