„Nicht gerade die feine englische Art!“

Wir lösen die Leinen am 5. August, nachdem wir im ortsansässigen Volvo Penta Shop nicht fündig werden – die könnten nur einen neuen Drehzahlmesser bestellen und das würde 24 Stunden dauern – und nehmen Kurs auf Marbella.

Dort angekommen, ankern wir vor dem Hafen und wundern uns warum hier keine großen Schiffe stehen. Markus recherchiert daraufhin, wir lichten den Anker und gehen 2 Seemeilen nach Jose Banus weiter, um den Anker abermals in das türkisfarbene, eher kühle Nass, fallen zu lassen. Nach einem kurzen Powernapping geht es mit dem Dinghy (mit Paddel) an Land. Wir sehen tolle Autos, Reiche und „schön Gemachte“ ;-), jedoch ist es nicht zu vergleichen, mit dem was wir auf Sardinien gesehen haben.

6. August 2019 – unser heutiges Tagesziel ist Gibraltar. Wir fragen am Vortag über Email in der Ocean Village Marina an und erhalten am Vormittag die Zusage. Dieser gestaltet sich noch recht ruhig, es begegnen uns wieder eine Menge Delphine und auch noch andere eigenartige Fische (mit schwarzer Rückenflosse und am Wasser treibend???), welche wir nicht kennen. Der Wind nimmt stetig zu und bläst dann um das Horn mit beachtlichen 30 Knoten und mehr, natürlich gegen uns. Endlich im Hafen angekommen nutzen wir auch gleich die Gelegenheit zollfrei zu tanken (1 Liter Diesel 0,75€). Das zahlt sich aus, nachdem wir ohnehin schon leer sind, auch die Reservekanister werden dann mal schnell aufgefüllt.

Nachdem wir endlich jemanden aus der Marina über Funk erreicht haben, teilt uns dieser jemand mit, wir sollten die zweite Einfahrt rechts nehmen, anlegen und dann ins Büro kommen um die Liegeplatz Nummer bekannt zugeben. Gott sei Dank gibt es immer wieder andere hilfsbereite Segler, diese begegneten uns als Gray aus Seattle und einem Engländer. Im Hafen blies der Wind noch immer mit beachtlichen 20 Knoten. Nachdem wir unser Schiff gut vertaut hatten, machten wir uns auf den Weg ins Marine Office. Dort erklärte uns der Marinero, dass er alleine wäre. Minuten später kamen aber noch weitere sonderbare Gestalten, welche stark nach Alkohol und Zigaretten rochen aus einem Zimmer. Nicht gerade die feine englische Art, wie man zu sagen pflegt.

Ein Besuch Gibraltars ohne Affenfelsen (Upper Rock) geht gar nicht und so erkunden wir am darauffolgenden Tag, diese besondere Stätte per Fuß in dreieinhalb Stunden und entscheiden uns für die „mediterranean steps“.

Am Abend, nach Recherche der Gezeiten, Wetter und Wind, beschließen wir noch einen Tag zu bleiben und Freitag früh (ca. 00:30), zwei Stunden nach Hochwasser auszulaufen, um gut nach Westen, durch die Straße, zu kommen. Nächstes Ziel – next Stop – Cadiz.

Wir genießen noch einen traumhaften Sonnenuntergang, neben landenden und startenden Flugzeugen und Markus macht noch Bekanntschaft mit dem Wäschetrockner ;-)….ja wer lesen kann ist im garantiert im Vorteil, wie unser lieber Freund Werner zu sagen pflegt. Anstatt der Waschmaschine startet er nämlich den Trockner und die letzten Pfund sind auch dahin.


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